Bitcoin verbraucht zu viel Energie. So lautet das wohl hartnäckigste Argument gegen Bitcoin. Aber stimmt das wirklich so pauschal? Tatsächlich gibt es eine wachsende Entwicklung, die zeigt: Bitcoin Mining mit überschüssigem Solarstrom ist die nachhaltigste Möglichkeit, Bitcoin zu schürfen.
Um das zu verstehen, müssen wir über Solarstrom reden.
Millionen Solaranlagen, aber keiner will den Strom
In Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen Millionen PV-Anlagen auf privaten Dächern und Freiflächen. Sie produzieren mehr sauberen Strom als je zuvor. Eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Eigentlich.
Das Problem: Alle Anlagen produzieren gleichzeitig. An einem sonnigen Sonntag im Mai liefern Millionen Panels ihre maximale Leistung zur Mittagszeit. Gleichzeitig ist der Verbrauch gering. Das Ergebnis ist ein massives Überangebot an Strom, für das es keine Abnehmer gibt.
Am 11. Mai 2025 erreichte der Spotmarkt in Deutschland einen Rekord: -250 EUR pro Megawattstunde. Wer in dem Moment Strom verbraucht hat, hat nicht bezahlt, sondern 25 Cent pro Kilowattstunde dafür bekommen. So weit ist es gekommen.
In der Energiebranche kennt man dieses Phänomen als Duck Curve. Die Kurve zeigt die sogenannte Residuallast über den Tagesverlauf und sieht aus wie eine Ente: Mittags ein tiefer Bauch, weil Solarstrom den Markt flutet. Abends ein steiler Hals, weil die Sonne weg ist und der Bedarf explodiert. Die Kernaussage: Mittags ist der Strom wertlos, abends wird er knapp.
2025 gab es in Deutschland bereits 575 Stunden mit negativen Strompreisen, verteilt auf 110 von 365 Tagen. Tendenz steigend. In manchen Regionen in Tirol genehmigen Netzbetreiber gar keine neuen Einspeiseverträge mehr, weil die Netze überlastet sind. Und gleichzeitig werden Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke abgeschaltet, obwohl sie sauberen Strom liefern könnten, einfach weil kein Platz im Netz ist.
Das ist nicht nur ein ökonomisches Problem. Es ist eine enorme Verschwendung von sauberer Energie.
Warum Batterien und Wasserstoff (noch) nicht reichen
Batteriespeicher werden besser und günstiger, das stimmt. Aber an einem sonnigen Mittag sind sie nach 30 bis 60 Minuten voll. Danach bleibt das Überangebot bestehen. Von saisonaler Speicherung, also Sommerstrom in den Winter zu verschieben, sind wir noch Jahre entfernt.
Wasserstoff galt lange als große Hoffnung, doch immer mehr Projekte werden eingestampft. Der Wirkungsgrad liegt unter 40 Prozent, die Infrastruktur ist gewaltig und die Kosten sind enorm.
Netzausbau ist dringend nötig, dauert aber Jahrzehnte. Im Norden Deutschlands wird massiv Windstrom produziert, der im Süden gebraucht wird, aber die Leitungen fehlen. Das führt zu der absurden Situation, dass Windräder im Norden abgeschaltet und teure Gaskraftwerke im Süden eingeschaltet werden.
Bitcoin Mining: der flexible Abnehmer, den das Stromnetz braucht
Hier kommt Bitcoin Mining ins Spiel. Ein Bitcoin Miner ist ein hochspezialisierter Computer, ein sogenannter ASIC, der kryptografische Berechnungen durchführt und dafür in Bitcoin bezahlt wird. Was ihn für die Energiewende so interessant macht, sind vier Eigenschaften.
Erstens: Er lässt sich in Sekunden ein- und ausschalten. Scheint die Sonne, läuft der Miner. Zieht eine Wolke auf, drosselt er sofort. Kein anderer industrieller Verbraucher reagiert so schnell auf schwankende Erzeugung.
Zweitens: Er ist skalierbar. Von einem kleinen Gerät auf dem Schreibtisch bis zu industriellen Anlagen im Gigawatt-Bereich funktioniert die gleiche Technologie.
Drittens: Jedes Watt Strom wird mit 100 Prozent Wirkungsgrad in Wärme umgewandelt. Wer einen Bitcoin Miner zu Hause betreibt, kann damit heizen. Was sonst Gaskosten verursacht, produziert plötzlich Bitcoin.
Viertens: Dem Bitcoin-Netzwerk ist egal, wo die Rechenleistung herkommt. Bitcoin Mining wandert automatisch dorthin, wo Strom gerade am günstigsten ist, also genau dorthin, wo Überschuss herrscht.
In der DACH-Region ergeben sich daraus verschiedene Szenarien. PV-Besitzer können ihren Überschussstrom für Mining nutzen, statt ihn für eine sinkende Einspeisevergütung oder gar nichts ins Netz zu schieben. Wer einen dynamischen Stromtarif hat, wird in negativen Preisstunden fürs Stromabnehmen bezahlt und verdient gleichzeitig Bitcoin. Und in Kombination mit einem Batteriespeicher verbessert ein Miner dessen Ökonomie, weil er ihn konstant entladen kann.
Wer sich für Mining-Hardware interessiert, findet bei Anbietern wie 21energy eine gute Auswahl an Geräten, vom Einsteigermodell bis zur effizienten Bitcoin-Heizung für den Privathaushalt.
Was das für Bitcoin als Asset bedeutet
Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf Bitcoin selbst. Je mehr Mining mit überschüssiger erneuerbarer Energie betrieben wird, desto besser wird der Energiemix des Netzwerks. Das heißt nicht, dass Bitcoin damit klimaneutral wäre oder die Energiewende allein löst. Aber es bedeutet, dass Mining mit Solarüberschuss die mit Abstand nachhaltigste Art ist, Bitcoin zu schürfen.
Und die ökonomischen Anreize dafür werden stärker, nicht schwächer. Denn Mining ist dort am profitabelsten, wo Strom am billigsten ist. Und der billigste Strom ist zunehmend der überschüssige Strom aus erneuerbaren Quellen. Das schafft einen natürlichen Anreiz, Mining dorthin zu verlagern, wo Energie sonst ungenutzt bleiben würde.
Bitcoin Mining kann also einen sinnvollen Beitrag leisten: Es stabilisiert Stromnetze, monetarisiert Überschüsse und gibt PV-Besitzern eine zusätzliche Einnahmequelle. Kein Allheilmittel, aber ein Werkzeug, das schon heute funktioniert.
Nachhaltigkeit neu gedacht
Zurück zur Ausgangsfrage: Verbraucht Bitcoin zu viel Energie?
Die differenziertere Frage lautet: Woher kommt die Energie, die Bitcoin verbraucht? Wenn ein wachsender Anteil davon aus Überschussstrom stammt, der sonst abgeregelt oder zu negativen Preisen verramscht werden würde, dann sieht die Bilanz deutlich besser aus, als es das pauschale Narrativ vermuten lässt.
Bitcoin Mining mit überschüssigem Solarstrom ist nicht die Lösung für den Klimawandel. Aber es ist die nachhaltigste Möglichkeit, Bitcoin zu schürfen. Und für alle, die Bitcoin halten: Ein Netzwerk, das zunehmend mit sauberer Überschussenergie gesichert wird, ist langfristig ein stärkeres Netzwerk.
Marketingmitteilung der FIOR Digital GmbH (21bitcoin). Investitionen in Bitcoin sind mit Risiken und Chancen verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Entwicklungen.


