Bitcoin ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt. Diese Grenze ist fest im Protokoll verankert und kann von niemandem verändert werden. Doch was passiert eigentlich, wenn der letzte Bitcoin geschürft ist? Die kurze Antwort: Das Netzwerk läuft weiter wie gewohnt, nur die Bezahlung der Miner ändert sich. Alles Weitere erklären wir hier Schritt für Schritt.
Das Wichtigste in Kürze
- Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben. Das ist mathematisch festgelegt.
- Stand Juli 2026 sind bereits über 20 Millionen Bitcoin geschürft (rund 95 %). Es bleiben weniger als 1 Millionen übrig.
- Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich erst um das Jahr 2140 gemined.
- Danach verdienen Miner nicht mehr über neue Bitcoin, sondern ausschließlich über Transaktionsgebühren.
Wie viele Bitcoin gibt es und wie viele sind schon da?
Neue Bitcoin entstehen ausschließlich durch das Mining: Miner sichern das Netzwerk und erhalten dafür eine Belohnung in neu geschaffenen Bitcoin. Dieser Prozess ist von Anfang an begrenzt.
Im März 2026 wurde ein historischer Meilenstein erreicht: Der 20-millionste Bitcoin wurde geschürft. Damit sind über 95 % aller jemals existierenden Bitcoin bereits im Umlauf und weniger als 1 Millionen warten noch darauf, gemined zu werden. Man spricht deshalb auch von der Phase der „letzten Million".
Warum sind es 21 Millionen?
Die Obergrenze ist kein Zufall, sondern ergibt sich aus dem sogenannten Halving. Das ist der zentrale Mechanismus, der Bitcoin knapp hält.
Das Halving als Taktgeber
Etwa alle vier Jahre (genau: alle 210.000 Blöcke) halbiert sich die Belohnung, die Miner pro Block erhalten. So sank die Ausgabe neuer Bitcoin über die Jahre kontinuierlich:
Aktuell (Stand Juli 2026) liegt die Belohnung bei 3,125 Bitcoin pro Block, das nächste Halving wird für April 2028 erwartet. Weil sich die Ausgabe immer weiter halbiert, nähert sich die Gesamtmenge asymptotisch der Grenze von 21 Millionen (exakt: 20.999.999,9769 BTC) und überschreitet sie nie.
Wann ist der letzte Bitcoin gemined?
Obwohl bereits 95 % geschürft sind, dauert der Rest überraschend lange. Durch die immer kleineren Belohnungen zieht sich die Ausgabe der letzten Bitcoin über mehr als ein Jahrhundert. Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich erst um das Jahr 2140 gemined.
Anders gesagt: Über 99 % aller Bitcoin sind bereits um das Jahr 2035 im Umlauf. Das allerletzte Prozent verteilt sich dann über rund 100 Jahre.
Was passiert mit den Minern ohne Block-Reward?
Hier liegt die eigentliche Kernfrage. Heute besteht das Einkommen der Miner aus zwei Teilen:
- der Block-Belohnung (neu geschaffene Bitcoin) und
- den Transaktionsgebühren, die Nutzer für ihre Überweisungen zahlen.
Wenn ab etwa 2140 keine neuen Bitcoin mehr ausgegeben werden, fällt Teil 1 weg. Miner werden dann ausschließlich über Transaktionsgebühren vergütet. Dieser Übergang passiert nicht abrupt, sondern schleichend über viele Jahrzehnte. Die Block-Belohnung wird ja mit jedem Halving ohnehin kleiner. Das Netzwerk hat also mehr als ein Jahrhundert Zeit, sich anzupassen.
Bleibt das Netzwerk sicher?
Eine berechtigte Sorge: Wenn die Belohnung wegfällt, hören Miner dann auf und wird Bitcoin dadurch unsicher?
Die überwiegende Erwartung ist: nein. Solange Bitcoin genutzt wird, fallen Transaktionsgebühren an, die das Mining wirtschaftlich halten. Zusätzlich sorgt die eingebaute Difficulty-Anpassung dafür, dass das Netzwerk auch bei schwankender Rechenleistung stabil im Zehn-Minuten-Takt weiterläuft. Kurz: Das System ist so gebaut, dass es sich selbst reguliert.
Was bedeutet das für dich als Nutzer?
Für den Alltag ist die wichtigste Botschaft beruhigend: Es ändert sich für dich nichts. Deine Bitcoin bleiben teilbar (ein Bitcoin besteht aus 100 Millionen „Satoshis"), übertragbar und sicher verwahrt.
Viel entscheidender ist die eigentliche Kernbotschaft hinter der 21-Millionen-Grenze: Knappheit. Anders als beim Euro oder Dollar kann niemand einfach neue Bitcoin „nachdrucken". Diese feste Obergrenze ist der Grund, warum Bitcoin oft als digitales Gold bezeichnet wird und warum viele es als langfristigen Wertspeicher betrachten.
Fazit
Wenn 2140 der letzte Bitcoin gemined ist, endet nicht das Netzwerk, sondern nur die Ausgabe neuer Bitcoin. Miner steigen dann vollständig auf Transaktionsgebühren um. Ein Übergang, der sich über mehr als 100 Jahre erstreckt und längst eingepreist ist. Für Nutzer zählt vor allem eins: Die fixe Grenze von 21 Millionen macht Bitcoin zu einem verlässlich knappen Gut.
FAQ
Wie viele Bitcoin sind noch übrig?
Stand Juli 2026 sind über 20 Millionen Bitcoin geschürft. Es bleiben nur noch rund 1,3 Millionen, die über etwa 100 Jahre verteilt gemined werden.
Wann wird der letzte Bitcoin gemined?
Voraussichtlich um das Jahr 2140.
Was passiert dann mit den Minern?
Sie verdienen ab dann ausschließlich über Transaktionsgebühren statt über neu geschaffene Bitcoin.
Kann die Grenze von 21 Millionen erhöht werden?
Nein. Sie ist im Bitcoin-Protokoll fest verankert; eine Änderung müsste von praktisch dem gesamten Netzwerk akzeptiert werden – was dem Grundprinzip der Knappheit widerspräche.

Hinweis: Marketingmitteilung der FIOR Digital GmbH (21bitcoin). Investitionen in Bitcoin sind mit Risiken und Chancen verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Entwicklungen. Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Anlageberatung.

